Die Stufen der Aner­ken­nung

Begut­ach­tungen

Die Initia­tive Ludwig-Erhard-Preis e. V. begut­achtet das Manage­ment von Unter­nehmen und Orga­ni­sa­tionen und vergibt als Partner von „Deutsch­land – Land der Ideen“ im Preis­ver­fahren des Ludwig-Erhard-Preises die Aner­ken­nungen für Excel­lence.
Begutachtungen

Die Initia­tive Ludwig-Erhard-Preis e. V. führt Begut­ach­tungen von Unter­nehmen und Orga­ni­sa­tionen anhand des Excel­lence Frame­work Europe in Deutsch­land durch. Das Grund­prinzip des Frame­works besteht darin, auf Basis euro­päi­scher Werte modell­offen die Reife einer Orga­ni­sa­tion zu ermit­teln. Durch das Nutzen von Stärken und das Heben aufge­zeigter Poten­tiale wird die Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Orga­ni­sa­tion verbes­sert. Modell­offen meint dabei, dass das Frame­work zu jedem Manage­ment­an­satz adaptiv ist und so jeder Orga­ni­sa­tion, die sich mit dem Excel­lence-Ansatz iden­ti­fi­zieren kann, eine neutrale Reflek­tion der eigenen Reife ermög­licht. Dabei bietet der Ludwig-Erhard-Preis reife­ori­en­tiert mehrere Zugänge an, die im Weiteren beschrieben werden.

Der Excel­lence-Ansatz, der die Basis unseres Handelns darstellt, begleitet die Orga­ni­sa­tion auf ihrem Weg zu hoher Wett­be­werbs­fä­hig­keit, einem harmo­ni­schen Zusam­men­spiel mit den wesent­li­chen Inter­es­sen­part­nern und zu einem Impuls­geber unserer Gesell­schaft, damit sie als posi­tives Beispiel für nach­hal­tige Entwick­lung im Rahmen der eigenen Möglich­keiten dienen kann.

Damit jede Orga­ni­sa­tion einen konstruk­tiven Impuls aus einer Preis­teil­nahme ziehen kann, bieten wir verschie­dene Einstiege an. Neben „Aner­ken­nung für Excel­lence Level 1″ für Einsteiger in den Excel­lence-Ansatz und, „Aner­ken­nung für Excel­lence Level 2″ für Einsteiger mit bereits ausge­reiften Struk­turen, empfehlen wir „Aner­ken­nung für Excel­lence Level 3 bis 7“ für Bewerber mit über­durch­schnitt­li­cher Reife bis hin zu Preis­trä­ger­ni­veau. Mit dem Ergebnis aus der Begut­ach­tung „Aner­ken­nung für Excel­lence Level 3 bis 7“ können Orga­ni­sa­tionen sich direkt dem Jury-Prozess des Ludwig-Erhard-Preises stellen.

Für Orga­ni­sa­tion, die den Fokus ihrer Akti­vi­täten im Bereich Nach­hal­tig­keit sehen, bieten wir auch die Aner­ken­nung „Reco­g­nised for Sustaina­bi­lity“ zur Betrach­tung des Reife­grades der Nach­hal­tig­keit von Orga­ni­sa­tionen im Rahmen des Ludwig-Erhard-Preises an.

Im Folgenden lesen Sie Hinweise zu den unter­schied­li­chen Möglich­keiten der Begut­ach­tung, die Sie bei der Auswahl des für Ihre Orga­ni­sa­tion opti­malen Verfah­rens unter­stützen.

Sie wollen den Excel­lence-Ansatz in Ihrer Orga­ni­sa­tion verwirk­li­chen und über­legen, wie Sie beginnen sollen? Sie haben erste Schritte umge­setzt und sind nicht sicher, was der sinn­volle nächste Schritt ist? Dann helfen Ihnen unsere Experten aus dem Excel­lence-Netz­werk der Initia­tive gerne weiter. Wir haben regional verteilt fach­kun­dige Partner:innen, die Sie bei der Umset­zung beraten können. Unter „Mitglieder und Partner“ auf unserer Website finden Sie alle Opera­ting-Partner, mit denen die Initia­tive zusam­men­ar­beitet. Gerne unter­stützen wir Sie bei der Suche nach dem passenden Partner. Die Initia­tive Ludwig-Erhard-Preis e.V. bietet als gemein­nüt­zige Orga­ni­sa­tion keine Bera­tungs­leis­tungen an.

Sie haben Fragen? Wir stehen Ihnen gerne zur Verfü­gung und freuen uns auf Ihre Kontakt­auf­nahme.

Aner­ken­nung für Excel­lence Level 1

Mit  dem Verfahren „Aner­ken­nung für Excel­lence Level 1“ bewertet die Initia­tive die Fähig­keit einer Orga­ni­sa­tion, eine fundierte Selbst­be­wer­tung durch­zu­führen, daraus Verbes­se­rungs­aspekte abzu­leiten, zu prio­ri­sieren und erfolg­reich umzu­setzen.

Wenn eine Orga­ni­sa­tion während der eintä­gigen Begut­ach­tung diese Fähig­keiten über­zeu­gend aufzeigen kann, erhält sie das BAMF-aner­kannte Zerti­fikat „Aner­ken­nung für Excel­lence Level 1“. Dieses zeigt, dass die Orga­ni­sa­tion den ersten Schritt zur erfolg­rei­chen Umset­zung des Excel­lence-Ansatzes gegangen ist. Es ist der logi­sche Beginn der Einfüh­rung des Excel­lence-Ansatzes in eine Orga­ni­sa­tion.

Die für das Verfahren notwen­dige Selbst­be­wer­tung kann auf unter­schied­lichste Weise durch­ge­führt werden. Die modell­of­fene Selbst­be­wer­tung kann analog entlang von Frage­bögen, digital und / oder KI-unter­stützt,  z.B. mit Hilfe des Erfolgs­su­chers, erfolgen.

Ziel der Vorbe­rei­tung ist es, eine Aussage über die  Reife der eigenen Orga­ni­sa­tion treffen zu können. Der gesprächs­ba­sierte Ansatz setzt voraus, dass die Gesprächs­partner in der Lage sind, das Handeln ihrer Orga­ni­sa­tion zu beschreiben.

Das Verfahren kostet pauschal 3.500,- Euro zzgl. MwSt. und Reise­kosten.

Aner­ken­nung für Excel­lence Level 2

Dieses Verfahren ermög­licht Orga­ni­sa­tionen, die die Stufe der Selbst­be­wer­tung bereits durch­laufen haben, sich aber noch nicht für die höheren Level des Aner­ken­nungs­ver­fah­rens bereit fühlen, ein externes Feed­back. Oder aber Orga­ni­sa­tionen, die den Einstieg in den Excel­lence-Ansatz suchen, um die schon vorhan­denen Manage­ment­struk­turen durch Assessor:innen begut­achten zu lassen.

Die Orga­ni­sa­tion wird entlang der sechs Bereiche des Excel­lence Frame­works betrachtet. Als Ergebnis des eintä­gigen Bewer­tungs­ver­fah­rens entsteht ein Bericht, der die wich­tigsten Erkennt­nisse benennt und wich­tige Entwick­lungs­per­spek­tiven aufzeigt. In Abgren­zung zum „Aner­ken­nung für Excel­lence Level 1“-Verfahren wird hier der Fokus auf das bisher Erreichte gelegt. Das setzt voraus, dass die Orga­ni­sa­tion bereits erste Schritte mit dem Excel­lence-Ansatz gegangen ist oder mit anderen struk­tu­rierten Verfahren an der eigenen Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung gear­beitet hat.

Die Orga­ni­sa­tion kann auf Basis der Ergeb­nisse das ILEP-Zerti­fikat „Aner­ken­nung für Excel­lence Level 2“ erhalten, welches vom BAMF aner­kannt ist. 

Bei einer Orga­ni­sa­ti­ons­größe von bis zu 5 Voll­zeit­mit­ar­bei­tenden findet das Assess­ment eintägig statt und wird von einer/ einem speziell ausge­bil­deten Assessor:in durch­ge­führt. Das Verfahren kostet pauschal 4.500,- Euro, zzgl. MwSt. und Reise­kosten. Bei einer Orga­ni­sa­ti­ons­größe von mehr als 5 Voll­zeit­mit­ar­bei­tenden wird das Assess­ment an zwei nach­ein­ander folgenden Tagen mit zwei Assessor:innen umge­setzt. Das Verfahren kostet pauschal 5.500,- Euro, zzgl. MwSt. und Reise­kosten.

Aner­ken­nung für Excel­lence Level 3 bis 7

Für Orga­ni­sa­tionen mit etablierten, struk­tu­rierten Manage­ment­sys­temen empfiehlt sich die Teil­nahme an dem Begut­ach­tungs­ver­fahren „Aner­ken­nung für Excel­lence Level 3-bis 7“.

Das Aner­ken­nungs­ver­fahren basiert auf einem Assess­ment, dass die Orga­ni­sa­tion als Ganzes betrachtet. In der 3- bis 4-tägigen Begut­ach­tung werden die Struk­turen intensiv betrachtet. In den unter­schied­li­chen Orga­ni­sa­ti­ons­be­rei­chen werden mit Mitar­bei­tenden und Führungs­kräften Gespräche geführt. Dabei werden die wesent­li­chen Stärken und Poten­ziale der Orga­ni­sa­tion heraus­ge­ar­beitet. Daraus bewerten die Assessor:innen umfas­send die  Leis­tung der Orga­ni­sa­tion auf einer Reife­grad­skala.

Mit einem erfah­renen Team von Assessor:innen (2 bis 4 Personen) wird in ein kompaktes Fremd­bild der Orga­ni­sa­tion gezeichnet. Dieses Fremd­bild erlaubt einen Erkennt­nis­ge­winn, der durch die stra­te­gi­sche Flug­höhe der Betrach­tung sofort Hand­lungs­op­tionen auf Führungs­ebene eröffnet.

Über­steigt die Wertung 300 Punkte, vergibt die Initia­tive das ILEP-Zerti­fikat „Aner­ken­nung für Excel­lence Level 3“. Bei über 400 Punkten wird „Aner­ken­nung für Excel­lence Level 4“ attes­tiert, bei über 500 Punkten „Level 5“, usw.. Wenn eine Orga­ni­sa­tion die 400 Punkte erreicht hat, sollte sie defi­nitiv eine Bewer­bung um den Ludwig-Erhard-Preis als eine der national besten Orga­ni­sa­tionen anstreben.

Die Kosten unter­scheiden sich je nach Orga­ni­sa­ti­ons­größe und Komple­xität. Bei Inter­esse erstellen wir gerne ein spezi­fi­sches Angebot.

Von der Aner­ken­nung zum Ludwig-Erhard-Preis

Die Statuten des Ludwig-Erhard-Preises erlauben es, sich mit dem Ergebnis eines Aner­ken­nungs­ver­fah­rens dem Jury-Prozess des Preises zu stellen.Voraussetzung ist, dass das Ergebnis durchein Asses­so­ren­team der Initia­tive erar­beitet wurde und nicht wesent­lich älter als 1 Jahr ist.Wenn Ihre Orga­ni­sa­tion über 400 Punkte erreicht hat, können Sie mit einer Bewer­bungs­ge­bühr von 2.500,- Euro zzgl. MwSt. am Jury-Prozess des Ludwig-Erhard-Preises teil­nehmen. Die Anmel­dung reichen Sie mitIhrer ausge­füllten Absichts­er­klä­rung ein. Mit Ihrer Erklä­rung erkennen Sie auch offi­zi­elldas Ergebnis der Jury an. Für den Jury-Prozess wird eine Unter­neh­mens­be­schrei­bung inkl. einer Ergeb­nis­dar­stel­lung (oder eine analoge Bewer­bungs­bro­schüre) und der Feed­back­be­richt benö­tigt.

Es ist auf diese Weise möglich, die Bronze-Plat­zie­rung des Preises zu errei­chen. Basie­rend auf dem Aner­ken­nungs­as­sess­ment (Level 5 bis -7) betrachtet die Jury die Einhal­tung der Anfor­de­rungen und vergibt bei entspre­chendem Ergebnis mit mindes­tens 500 Punkten auch die Silber-Plat­zie­rung. . Um die Gold-Plat­zie­rung zu errei­chen, wird die Initia­tive bei einem Ergebnis von mehr als 600 Punkten noch­mals ein eintä­giges Assess­ment durch­führen, um mögliche Fragen der Jury zu klären oder sich zu bestimmten Fest­stel­lungen des Berichts ein Bild zu machen.

Unsere Gold-Plat­zierten können nach Ihrer Ehrung erst wieder im über­nächsten Jahr für den Ludwig-Erhard-Preis antreten.

Für weitere Infor­ma­tionen stehen wir Ihnen gerne zur Verfü­gung.

Reco­g­nised for Sustaina­bi­lity

Nach­hal­tige Entwick­lung als Quer­schnitts­thema wird für KMUs immer rele­vanter. Der Druck in der Liefer­kette nimmt durch die bevor­ste­henden Rege­lungen weiter zu, gleich­zeitig kennen nur 1/3 aller Unter­nehmen ihre Liefer­kette über den direkten Zulie­ferer hinaus. Eine Heraus­for­de­rung für die Orga­ni­sa­tionen unter Anbe­tracht neuer Rege­lungen für die CSRD (Corpo­rate Sustaina­bi­lity Reporting Direc­tive), die neue Nach­hal­tig­keits­be­richts­er­stat­tung, oder die Einhal­tung der sozialen und ökolo­gi­schen Sorg­falts­pflichten (Corpo­rate Sustaina­bi­lity Due Dili­gence and amen­ding Direc­tive (EU) 2019/1937) besteht darin struk­tu­rell die genannten Anfor­de­rungen in geeig­neter Weise zu berück­sich­tigen. Trans­pa­renz und Vertrauen sind die zukünf­tigen Währungen.

Die ILEP unter­stützt Sie hierbei mit dem SAM-Modell und unab­hän­gigen Peer-Review Assess­ments inkl. Gutachten.

So können Sie und Ihre Kunden Risiken besser abschätzen, Effi­zienz und Wirk­sam­keit vom Leit­bild über die Stra­tegie bis zu den Geschäfts­mo­dellen rele­vant verbes­sern. Gleich­zeitig werden Sie auf die zukünf­tigen Anfor­de­rungen hinsicht­lich der Berichts­pflicht und des Liefer­ketten-Gesetzes vorbe­reitet.

Unsere Vorge­hens­weise beruht darauf, dass wir mit Ihnen ausführ­lich die Ausgangs­si­tua­tion für das Assess­ment bespre­chen, damitun­sere Assessor:innen so besser auf den Austausch vor Ort vorbe­reitet sind. Aus dem Assess­ment resul­tiert ein ausführ­li­cher Bericht, der Ihnen klar die Stärken und Poten­ziale Ihrer Vorge­hens­weisen hinsicht­lich der Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vi­täten in Ihrer Orga­ni­sa­tion aufzeigt.

Das SAM-Model bietet dazu einen wirk­samen Imple­men­tie­rungs­pro­zess und deckt alle aktuell rele­van­ten­Aspekte zur nach­hal­tigen Entwick­lung ab. Unab­hängig davon, ob Sie UN Global Compact, EMAS, ISO 26000 oder die OECD Guide­lines verwenden, über­prüft unser Assess­ment rele­vante Gover­nance-Themen, wie z.B. Kern­ar­beits­normen, Umwelt­be­lange und darüber hinaus­ge­hende Themen. Auch die CSRD oder GRI-Rahmen­werke können zusammen genutzt werden.

Das Nach­hal­tig­keits­mo­dell SAM arbeitet analog zum Excel­lence-Frame­work, ist leicht verständ­lich und wirkungs­voll in der Anwen­dung.

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfü­gung.