Aktuelles

 

Bewertungsprozess 2010:
20 Organisationen wollen den Ludwig-Erhard-Preis gewinnen

Rund 20 Unternehmen und Organisationen haben sich für das diesjährige Finale im Wettbewerb um den Ludwig-Erhard-Preis qualifiziert. Die Preisverleihung findet am 18. November im Rahmen des Deutschen Excellence Forums in Berlin statt. Aktuelle Bewerber sind u.a. die BMW Motorrad, Werk Berlin, Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG, Meerane, CeWe Color AG & Co. OHG, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V., EBK Holding GmbH, flow consulting gmbh, I. K. HOFMANN GmbH, Marc Klejbor Marketing & Merchandising GmbH, MDK Berlin-Brandenburg e. V., Regensburg Tourismus GmbH, Reha Vita GmbH, Ricoh Deutschland GmbH, hager Kabelmanagement Heltersberg, TKW Gebäudereinigung sowie TRW Airbag Systems. 169 Assessoren sind im laufenden Wettbewerb für die Initiative Ludwig-Erhard-Preis e.V. (ILEP) im ehrenamtlichen Einsatz bei den Unternehmen vor Ort. Damit konnte der LEP sein Ergebnis entgegen dem Trend weiter ausbauen. Erstmals wird ein über 70 Seiten starker Ergebnisband die Managementleistungen deutscher Organisationen dokumentieren.

Was die diesjährigen Erfolge der ILEP betrifft, so hat sie sich mit ihren erworbenen Urkunden über „Recognized for Excellence 5 Stars“ durch die EFQM und Platz 26 im Wettbewerb um Deutschlands Kundenchampions ebenfalls positiv weiterentwickelt. Die diesjährigen Sponsoren des Ludwig-Erhard-Preises sind die ABB AG, der DGQ e.V., die DQS GmbH, TC&T, die TNT Express Deutschland GmbH sowie die WISAG AG.

Deutsches Excellence Forum - 14. Ludwig-Erhard-Preisverleihung

Die 14. Verleihungsveranstaltung des Ludwig-Erhard-Preises findet am Abend des 18. November 2010 im Rahmen des Deutschen Excellence Forums (18./19. November) im axica Kongress- und Tagungszentrum, Pariser Platz 3 in 10117 Berlin statt. Die Verleihung beginnt um 19.00 Uhr und endet gegen 23.00 Uhr mit feierlichem Ausklang.

Deutsches Excellence Forum – 13. Ludwig-Erhard-Preisverleihung

26. und 27. Novermber 2009, Meilenwerk Berlin

Eine exzellente Performance
Deutsches Excellence Forum zeigt Erfolgsstrategien von Spitzenunternehmen auf

Ob Kleinstfirma oder 10.000-Mann-Multi. Unternehmen aller Größenkategorien können ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Business Excellence entscheidend steigern. Mit einer ausgeprägten Mitarbeiter- und Kundenkultur erreichen sie Spitzenleistungen, die als Voraussetzung für ihre Pole Position am Markt gelten. Einblicke in die Erfolgsrezepte ausgewählter Champions gewährte das Deutsche Excellence Forum am 26. und 27. November im Berliner Meilenwerk. Es verdeutlichte, wie Organisationen mit zielorientierten Strategien, motivierten Mitarbeitern und innovativen Leistungen ihre Kunden fest an sich binden. Das Ganze vor allem praxisnah. Auffälliger Trend: Langfristig ausgelegte Unternehmensstrategien setzen sich immer erfolgreicher gegen den auf quick wins abzielenden Turbokapitalismus durch.

Hauptsächlich sind es motivierte Mitarbeiter, die ihr Unternehmen zu Spitzenleistungen in den Kundenbeziehungen führen. Sie sind dafür verantwortlich, wie der Kunde ihr Unternehmen wahrnimmt. Excellence-Unternehmen kommt es darauf an, Kunden zu Fans zu machen, um gemeinsam langfristig am Markt zu bestehen. Zwar honoriert der Kunde die Leistung eines Unternehmens, jedoch kann sich heutzutage kein Anbieter allein darüber vom Wettbewerb differenzieren. Emotionale Kundenbindung heißt die Lösung. Nach der aktuellen ExBa-Studie (Excellence Barometer 2009) entsteht emotionale Kundenbindung durch hohe Bereitschaft zur Weiterempfehlung durch die Kunden, Vertrauen und die Absicht zu einer dauerhaften Beziehung sowie durch ein Alleinstellungsmerkmal. Roman Becker wies allerdings darauf hin, dass zwischen Anspruch und Wirklichkeit oft noch eine große Lücke klafft. „Ich warne deshalb vor zufriedenen Kunden“, sagte der Geschäftsführer von forum! Marrktforschung, „denn ein zufriedener Kunde ist immer noch wechselbereit und hat sich noch längst nicht zum Fan entwickelt“.

„Fans sind aber lebenswichtig“, bestätigte Jutta Kleinschmidt aus eigener Erfahrung. Die erste weibliche Siegerin der Rallye Dakar und international gefeierter Rallye-Champion betonte einerseits die Bedeutung der Fans für das eigene Fortkommen. Danach feierten die Fans die eigenen Erfolge mit, zögen über ihre Begeisterung für den Star die Medien an und machten ihn somit interessant für Sponsoren. Andererseits sorgten immer wieder nicht vorhergesehene Krisen für die Auseinandersetzung mit sich selbst: „Krisen haben mich immer weitergebracht“. Dazu zählte sie den schwierigen Start ihrer Karriere - Wohnung im dritten Stock zur Motorradwerkstatt umfunktioniert - ihren Ausstieg aus dem sicheren Ingenieurberuf, ihren Neubeginn als Motorradfahrerin und schließlich ihre Entscheidung für den Job als Profipilotin im internationalen Rallyegeschäft. Auf diese Weise habe sie sich von einer Einzelkämpferin mit zahlreichen Niederlagen zum Leader eines Erfolgsteams entwickelt, bei dem es auf jeden Einzelnen ankommt, egal, ob es sich um ein drei- oder inzwischen 80-köpfiges Team handelt. Als Voraussetzungen für ihren Aufstieg nannte sie neben dem Faktor Glück auch den Willen, die Kraft, einen Traum und ein Ziel. Parallelen zum Wirtschaftsbusiness waren unverkennbar.

Kundenbindung durch Mitarbeiterbindung. Dahinter steht nach Worten von Ricoh Deutschland-Geschäftsführer Uwe Jungk die aus der japanischen Philosophie stammende Erkenntnis, sich in die Lage des Anderen – also des Kunden – zu versetzen, um erfolgreich zu sein. Die Aufforderung aus dem asiatischen Original, sich „in die Schuhe seines Gegenübers zu stellen“, bedeutet, ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen aufzubringen. „Kunden spielen für uns die entscheidende Rolle“, sagte Jungk. In einer Rangfolge reihe sich dem Kundennutzen unmittelbar der Nutzen für das eigene Unternehmen, dessen Mitarbeiter und der Nutzen für die Umwelt an. Denn ein branchenbedingt hoher Papier- und CO-2-Verbrauch erfordere das Prinzip von „Excellence auch in Green IT“ für nachhaltiges Umweltmanagement. Wachstum durch Zukäufe bezeichnete Jungk hingegen als anorganisch. Deshalb betreibe der internationale Anbieter für digitale Bürokommunikation und Produktionsdruck eine auf Langfristigkeit angelegte Personalentwicklung, in der bereits während der Ausbildung, aber auch während der späteren Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter der Kundenkontakt einen entscheidenden Bildungs- und Entwicklungsfaktor ausmacht. Den Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern für die kommenden Jahre ermittle das Unternehmen über demographische Entwicklungsforschung.

„Beim Kundenkontakt kommt es auf die Emotion an“, bestätigte Schindlerhof-Chef Klaus Kobjoll. Daraus Gewinne zu generieren, sei die sozialste aller Unternehmeraufgaben. In seiner Geschäftsidee setzt Kobjoll auf den „Glückskanal mit ständig erhöhten Herausforderungen“, sowohl für die Führung als auch für das Team – und alles für den Kunden. Einkehrender Routine müsse mit dem Prinzip „winning the princess“ begegnet werden: „Sei immer auf etwas Großes vorbereitet“. Größere Erfolgschancen als Treiberkräfte räumte er den so genannten Leadern aus Familienunternehmen gegenüber extern berufenen Managern ein. Manager seien seiner Ansicht zufolge zwar praktisch veranlagt, analytisch, kontrolliert und setzten auf Wissen. Leader hingegen - visionär, intuitiv, spontan - handelten aus Erkenntnis. Er selbst fühle sich in der Rolle des Hammers wohler als in der des Nagels. Beide Seiten bezeichnete er jedoch als Teile einer gemeinsamen Sache: Die eigene Erfolgssicherung durch Absichern des Erfolgs für den anderen. Sei ein solches System erst einmal in Bewegung, wirke der Erfolg zentrifugal: anfangs eher schwach, später fast wie von selbst.

Pekuniärer Profit wie in einem Unternehmen hat beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg keine Priorität. „Wir müssen nicht zum Jahresende Gewinne machen. Wir verfügen über unser Geld zum Investieren schon zu Jahresbeginn“, verdeutliche LKA-Präsident Klaus Hiller den wesentlichen Unterschied. Doch auch das LKA habe es mit Kunden zu tun. Dazu zählte Hiller einerseits Ämter, Behörden, Dienststellen, Ministerien, andererseits die Bürger. „Für den Bürger produzieren wir Sicherheit, unter anderem über Prävention“, so der LKA-Präsident. Um effizienter, das heißt bürgernäher zu sein, setze man auf das Excellence-Modell und definiere daraus für sich die erforderlichen Führungs-, Leistungs- und Unterstützungsprozesse. Oberste Priorität habe der Teamgedanke, denn er diene dazu, Organisationsbarrieren abzubauen. „Es gibt keine Einzelbeamten, es gibt immer nur Teams“, betonte Hiller. Eine offene Kommunikation stärke darüber hinaus die Teamfähigkeit entscheidend, indem sie Vertrauensverhältnisse schaffe.

Hauptaspekt erfolgreicher Mitarbeiterpolitik ist für Professor Gunther Olesch eine klare Information über die Lage des Unternehmens, der Phoenix Contact. Insbesondere in der Krise. Das schaffe Vertrauen. Auch in der Krise biete man den Mitarbeitern weitere Entwicklungsmöglichkeiten und erfolgsbezogene Vergütungen. Hinzu komme eine ausgewogenen work-life-balance mit sicheren Arbeitsplätzen. „Kündigungen in der Krise sind kein Ziel. Weiterentwicklung trotz Krise laute das Motto“, sagte der Phoenix-Geschäftsführer. Mit Innovationskraft, Komplexität und Qualität habe das Unternehmen innerhalb der letzten acht Jahre mit rund 15 Prozent Wachstum pro Quartal seinen Erfolg vervierfacht. Doch aktuell musste der Spezialist für Verbindungstechnik krisenbedingt ein 20-prozentiges Minus verkraften. „Wir haben unsere Erkenntnisse daraus gezogen“, sagte Olesch. Nicht nur Phoenix, sondern Deutschland befinde sich in einer neuen Phase des „Qualifying für die Pole Position im internationalen Wettbewerb“. Und das gelinge nun mal nur mit qualifizierten Mitarbeitern. Umsatzeinbußen seien zwar schmerzhaft, könnten aber mittel- bis langfristig ausgeglichen werden. Gelingen solle das weiterhin über Innovation, Komplexität und Qualität. Der daraus resultierende höhere Preis im internationalen Wettbewerb sei aufgrund der dahinter liegenden Stärken gerechtfertigt. Qualität entscheidet eben. Olesch erinnerte daran, dass Deutschland mit einem Anteil von 1,2 Prozent an der Weltbevölkerung immer noch Exportweltmeister sei. Mit diesem Bewusstsein müsse jedes Unternehmen in diesem Sinn handeln. Dann starte man im internationalen Wettbewerb auch wieder aus der Pole Position. Verständlicher hätte das Forum nicht schließen können.

Eindrücke von der Preisverleihung finden Sie unter "Verleihung"


Ausschreibung für den Ludwig-Erhard-Preis 2010

Der Ludwig-Erhard-Preis ist die nationale Auszeichnung für Unternehmensqualität und wird in 2010 zum 14. Mal verliehen. Bewertungsgrundlage für die Bewerbungen ist das EFQM-Modell für Excellence. Die Teilnahme ist allen Unternehmen und Organisationen möglich, die ihren Sitz in Deutschland haben, z.B. auch Business Units internationaler Organisationen.

In 2010 werden wieder zwei Bewertungsverfahren angeboten, die Bewerbern je nach dem, welche Organisationsstruktur sie aufweisen, den adäquaten Zugang zum Preisverfahren ermöglichen. Die notwendigen Informationen vermitteln wir einerseits in unserem neuen Leitfaden und andererseits in Informationsveranstaltungen, die unter Bewerber/aktuelle Informationen für Bewerber angekündigt werden.

Bitte beachten Sie, dass die Abgabe aller Bewerbungsunterlagen am 15. April erfolgt.

Wie kann ich teilnehmen?

Unter

Wann sollte ich teilnehmen?

Es sollten Unternehmen mit hohem organisatorischen Reifegrad teilnehmen, die über ein ganzheitliches Managementsystem verfügen und dieses seit mehreren Jahren erfolgreich weiterentwickeln. Eine Orientierung am EFQM-Modell für Excellence stellt sicher, dass die wesentlichen Erfolgsfaktoren zur Erreichung von Spitzenleistungen im Wettbewerb im Fokus der Aktivitäten stehen.

Wie kann ich mich genauer informieren?

Organisationen, die eine Bewerbung anstreben, sollten sich rechtzeitig bei der Projektleitung informieren und erhalten im Zuge der Vorbereitung der Bewerbung einen Besuch, um eine Klärung des ungefähren Reifegrades der Organisation zu erreichen.

Ihr Ansprechpartner ist:

Dr. André Moll
geschäftsführendes Vorstandsmitglied
Initiative Ludwig-Erhard-Preis - Auszeichnung
für Spitzenleistungen im Wettbewerb e.V.
August-Schanz-Str. 21A
60433 Frankfurt/M.
Tel: 069/95424-168
E-Mail:
am@ilep.de